Mord zum Sonntag|Teil 2

Gunther Witte (81), Erfinder des «Tatort»

erschien im «SonntagsBlick Magazin», Ausgabe 44/2016

Herr Witte, was halten Sie vom Schweizer «Tatort»?
Es sind ordentliche Filme. Aber ich wünschte mir, sie wären schweizerischer, dass die Trümpfe eures Landes besser zum Vorschein kämen.

Wie lautet das Grundrezept eines guten «Tatort»?
Die Hauptrolle hat jeweils der Kommissar. Die Charaktere sowie die Handlung müssen regional verankert und realitätsnah sein. Darum produziert jeder Sender eigene «Tatort»-Filme.

Warum erarbeiteten Sie vor 46 Jahren gerade dieses Konzept?
Weil die Idee damals sehr ungewöhnlich und originell war. Vor dem Zu-Bett-Gehen plagten mich aber die Bedenken: «Was, wenn ich etwas gebaut habe, das gar nicht funktioniert?» Doch bis zum heutigen Tag bin ich nur Leuten begegnet, die diesen Reichtum an Ermittlerteams und Geschichten zu schätzen wissen.

Warum hatten Sie als ehemaliger Dramaturg nie ein «Tatort»-Drehbuch geschrieben?
Das war schlicht nicht erwünscht. Und mir gefiel die organisatorische Arbeit.

Haben Sie heute noch ein Mitspracherecht bezüglich der Filme?
Nein. Regisseure und Drehbuchautoren kommen manchmal auf mich zu. Dann stehe ich sehr gerne beratend zur Seite.

Ist Ihr Sonntagabend für den «Tatort» reserviert?
An diesen Abenden bin ich eher im Theater oder in der Oper anzutreffen. Den Film kann ich ja noch im Nachhinein anschauen.

Was halten Sie von der 1000. Folge?
Zwei Kommissare, die sich die ganze Zeit über in einer verzweifelten Situation befinden. Allemal sehenswert!

Wann werden wir die 2000. «Tatort»-Folge sehen?
Darüber denke ich nicht nach –  ich werde sie kaum erleben.

Zum ersten Teil: Fakten zum «Tatort»

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